Industriell hergestellte Fertigfutter sind als so genannte Nass- oder Trockenfutter erhältlich. Unabhängig davon lassen sich beide Arten in Standardfutter und Premiumfutter unterteilen. Ersteres findet sich in praktisch jedem Lebensmittelgeschäft oder Supermarkt von diversen Herstellern, während Premiumfutter fast ausschließlich über den Tierbedarfsfachhandel vertrieben wird.

Der Hauptbestandteil eines guten Katzenfutters ist Fleisch. Auf dem Etikett sind die Inhaltsstoffe absteigend nach Gewicht aufgelistet, folglich sollte auch an erster Stelle Fleisch angegeben sein. Folgen dieser Angabe jedoch mehrere Proteinquellen pflanzlicher Herkunft, können pflanzliche Inhaltsstoffe und nicht Fleisch den größten Teil ausmachen. Bei Trockenfutter kann man sicher gehen, dass es sich beim Hauptbestandteil um Fleisch handelt, wenn es in getrockneter Form an erster Stelle der Inhaltsangabe aufgelistet ist. Die empfohlene Tagesration eines guten Katzenfutters beträgt für eine "Durchschnittskatze" (die 4 kg auf die Waage bringt) ca. 50-60 g Trockenfutter. Zucker (Caramel etc.) sollte im Katzenfutter nicht enthalten sein.

Ein hochwertiges Futter kostet pro Gramm mehr als die gewohnten "Supermarktsorten". Dafür benötigt man aber auch eine weitaus geringere Menge, weil die Energiedichte deutlich höher ist. Gerade bei der Fütterung von hochwertigem Trockenfutter zahlt man im Endeffekt weitaus weniger. Gänzlich unproblematisch ist die alleinige Trockenfutterfütterung jedoch leider nicht, sie wird noch immer als Risikofaktor für Erkrankungen der unteren Harnwege - sprich: Harnsteine gehandelt. Daher soll immer genug Trinkwasser für die Katze bereit stehen. Da Katzen Wassersparer sind, trinken sie leider viel zu wenig. Zum trinken kann man Katzen animieren, in dem man ihnen einen Trinkbrunnen aus dem Fachhandel zur Verfügung stellt. Durch den enthaltenen Kohlefilter und dem immer in Bewegung bleibenden Wasser, bleibt das Wasser schön frisch und ist für die Katze daher besonders Schmackhaft. Außerdem animiert das Wassergeplätscher die Katze zum trinken.

Trockenfutter ist nicht gleich Trockenfutter. Es gibt riesige Unterschiede. Es gibt unter anderem Trockenfutter zum Preis von ca. 1 Euro je nach Marke, welches dann, wie dass Dosenfutter einen Fleischanteil von ca. 4% hat und es gibt Trockenfutter zum Preis von ca. 15 Euro je nach Marke, welches einen Fleischanteil von ca. 60% hat und nicht als Hauptbestandteil tierische Nebenerzeugnisse hat.

Verdaulichkeitsanalyse:

Der Grad der Verdaulichkeit ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Tierfutter. Denn je höher der Anteil der verwertbaren Futteranteile, desto mehr Energie kann der Körper aus dem Futter ziehen und desto geringer ist der Kotabsatz. Handelsübliches Supermarkttrockenfutter besteht meist zum größten Teil aus Getreide. Getreide ist nicht so gut für Katzen, die meisten Getreide können von Katzen überhaupt nicht verwertet werden. Der enorme Getreideanteil im Futter schadet den Zähnen, kann den PH-Wert des Urins ungünstig beeinflussen und Blasensteine verursachen, im schlimmsten, aber sehr häufigem Fall auch die Nieren irreparabel schädigen. Irgendwo findet man dann die Bezeichnung „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“. Davon bleibt nach dem Trocknen kaum was übrig - die Katze wird quasi so gut wie vegan ernährt - für den Fleischfresser eine Katastrophe. Ein hochwertiges Trockenfutter besteht im Gegensatz dazu zumindest zum größten Teil aus getrocknetem Fleisch, die besten Sorten bestehen zumindest gut zur Hälfte aus Fleisch.

Der Kot gut ernährter Katzen riecht weitaus weniger streng, oft riecht man ihn überhaupt nicht. Auch verringert sich die Kotmenge, da das Futter besser vom Körper verwertet wird und die Katze dadurch viel weniger fressen muss. Dann bemerkt man eine Verbesserung im Fell, es wird weicher, seidiger, riecht sauber und frisch und die Katze haart weniger, bzw. nicht mehr in einer Tour sondern nur noch zum natürlichen Fellwechsel. Auf Dauer bemerkt man oft auch eine Verbesserung des Körperbaus, der Muskulatur und der Aktivität der Katze.

Trockenfutter ist sehr praktisch! Es riecht nicht, ist lange lagerfähig, verdirbt im Napf nicht so schnell, ist preiswert und wird von vielen Katzen gerne gefressen (denn das Dehydrieren intensiviert den Geschmack!). Für den Menschen ist Trockenfutter eine erleichternde Erfindung. Dennoch sollte man die Gesundheit der Katze im Auge behalten und nicht ausschließlich Trockenfutter füttern.

Aber gutes Futter ist ja viel teuer!

Viel teurer ist es gar nicht, denn wie gesagt muss eine Katze auf Dauer von einem wirklich guten Futter nicht mal die Hälfte fressen. Etwas mehr Geld muss man in der Regel aber schon ausgeben, dafür bezahlt man für hochwertige, gesunde Katzennahrung und nicht für Müll, der lediglich der Katze den Bauch füllt, und die Taschen der Herstellerfirmen. Gute Ernährung ist bei Mensch wie Tier immer eine vernünftige Investition, denn man investiert damit in die Gesundheit (und spart ggf. später eine ganze Menge beim Arzt).

Worauf man beim Futterkauf achten sollte





Soll ich eine Marke geben oder abwechseln?

Abwechslung ist immer gut! Kaum ein Futter ist wirklich „perfekt“ zusammengestellt, Abwechslung gleicht da ein wenig aus und verhindert, dass die Katzen mäkelig werden. Weiterhin ist es ein großes Problem von einer Futtermarke abhängig zu sein, falls diese mal nicht zu bekommen ist oder die Zusammensetzung geändert wird. Bei der Abwechslung sollte man aber ungefähr auf einem Qualitätslevel bleiben, ständige Wechsel der Futterqualität können den Verdauungstrakt irritieren.

Rohfütterung und Sonstiges

Als Ergänzung zu Fertigfutter kann man der Katze rohes Fleisch anbieten. Das ist artgerecht und natürlich und reinigt die Zähne, besonders, wenn man der Katze größere Stücke reicht, die sie gut kauen muss. Es eignet sich jedes Fleisch, außer Schwein und Wildschwein (hier müsste man besondere Bedingungen beachten, da Schweinefleisch im Rohzustand eine tödliche Krankheit, die „Aujetzky’sche Krankheit“ übertragen könnte). Gut geeignet ist z.B. durchwachsenes Fleisch vom Rind oder Lamm, Geflügel, auch Innereien wie Magen oder Herzen, Leber nur in winzigen Mengen! Auch kleine Knochen (z.B. Hühnerhälse) kann man in kleinen Mengen geben – solange sie nur roh sind, gegarte Knochen splittern und können lebensgefährlich sein!

Ein bis zwei mal wöchentlich kann man der Katze ein rohes Eigelb anbieten. Das ist gut für Haut und Fell und wird meist sehr gerne angenommen.