Manchmal wird einem etwas was einem besonders am Herzen liegt so schnell genommen...so unerwartet. Mein süßer Charly ist heute nachmittag von uns gegangen. Er wurde 9 Jahre und 4 Monate alt. Ich hatte ihn seit er ca 3 Wochen alt war...er war ein Findelkätzchen und er hatte eine sehr enge Bindung zu mir...ich war wie eine Mama für ihn...er war mein allergrößter Schatz. Durch ihn bin ich auf die Katze gekommen.

Am 8.12.2010 wurde bei ihm eine zu große Milz diagnostiziert...bis dahin ging es ihm blendend. Er fraß, spielte, war vollkommen wie immer. Er erbrach schon eine ganze Weile, wir waren auch grade mitten im Umzugsstress und ich dachte es sitzt ein Haarballen quer... zum einen wußte ich nicht wer von den vieren erbrach, da es nur Nachts war, zum anderen führten sie mich an der Nase herum...zwischendurch wurden auch 3 Tage mal nicht gekotzt. Und dann wie gesagt der Umzug. Ich glaubte eine Weile es wäre Rainbow und hatte für sie schon einen Termin, dann konnte ich aber doch ausschließen dass sie es ist und habe den Termin wieder abgesagt. An dem Tag wo ich dann sicher wußte dass es Charly ist, bin ich mit ihm in die Praxis. Wie gesagt bis dahin war er putz munter, er spielte nach wie vor und rannte wie wild durch die neue Wohnung. Ich habe es schlichtweg unterschätzt. Zuhause bevor ich in die Praxis fuhr, merkte ich schon beim abtasten seines Bauches, dass es sich da irgendwie hart darin anfühlte, es war ihm schon etwas unangenehm. Im Ultraschall wurde dann die Splenomegalie festgestellt. Ich hoffte dass es sich lediglich um eine Entzündung handelte...wußte aber aus Erfahrung in der Praxis, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Tumor sehr viel höher ist und machte mir schon Gedanken was ich dann machen würde. Mastzelltumor Milz raus und gut...Lymphom eher schlecht und Chemo, also hoffte ich dass es dann wenigstens ersteres ist. Ich war aber bereit alles zu tun solange er nicht leidet. Am Tag nach der Untersuchung fing Charly an das fressen einzustellen und etwas ruhiger zu werden...mittlerweile weiß ich dass es an den Mediatoren lag die der Mastzelltumor der bei seiner OP am Freitag dann rausgeholt wurde, ausgeschüttet hat, durch den Druck den wir mit der Palpation und mit dem Ultraschall ausgelöst haben. Außerdem wurden Mastzelltumorzellen in Leber und Lymphknoten gefunden...Am Freitag früh als ich ihn zur OP brachte, hatte er dann leichte Untertemperatur. Als ich ihn abends dann nach der Árbeit in der Praxis verabschiedete, frass er schon etwas und stand auch schon auf. Gestern abend als ich ihn noch mal besuchte und ihm vom Tropf nahm, und ihn noch mal ordentlich kuschelte, da war er etwas wackeliger, die Temperatur war normal. Heute morgen hat meine Chefin nach ihm gesehen und ihn an den Tropf gehängt, seine Temperatur war bei 38,7° C, er bekam noch ein paar Medikamente gegen die Schmerzen und die Übelkeit. Danach trafen wir uns zum Weihnachtsbrunch und lachten und feierten...während es Charly in der Praxis anscheinend immer schlechter ging. Ich wollte heute abend noch mal nach ihm sehen, aber dazu kam es leider nicht mehr. Meine Chefin rief mich kurz nach dem ich Zuhause war an und teilte mir mit, dass Charly soeben gestorben ist. Er wäre schon total kalt gewesen als sie in die Praxis kam und dann ging es auch ganz schnell. Sie hat noch versucht ihn zu stabilisieren. Ich fühle mich echt ehlendig. Dann hätte er lieber nachts weiter kotzen sollen und sonst gut drauf sein...das hätte es natürlich über kurz oder lang aber auch nicht besser gemacht. Ich dachte jetzt nach der OP wird alles gut, aber die Mediatoren die die restlichen Mastzelltumorzellen die mit dem Blut zirkulierten aussendeten, haben seinen Körper sehr zu schaffen gemacht....und wir haben sie sozusagen aktiviert...bis zur Untersuchung war ihm nichts anzumerken

Ich werde meinen Charly nie vergessen. Charly konnte einem manchmal echt zur Weißglut treiben. Er wußte was er machen mußte um das zu bekommen was er wollte...er hatte mich sozusagen im Griff. Wenn er meine Aufmerksamkeit wollte oder früher als sonst Hunger hatte, sprang er damals immer auf meinen viel zu kleinen Fernseher und ließ seinen Schwanz durchs Bild baumeln. Ganz beliebt war auch die Masche sich an einer Blumenvase zu reiben und mir dabei tief in die Augen zu sehen...so als wollte er mir sagen: "Entweder stehst du jetzt auf und gibts mir was zu fressen, oder die Vase macht gleich nen Abgang." Ja...so war mein Charly. Irgendwann hörte dies auf und er hatte neue Maschen. Charly war sehr erfinderisch.So kratzte er andauernd an Türen, sogar wenn sie auf waren und wollte mir damit sagen: "Frauchen du hast genug geschlafen, auch wenn Sonntag ist. Mein Napf ist leer." In meiner vorherigen Wohnung hatte ich eine ganz besonders schlechte Wandfarbe ausgewählt...sie war schlicht weg abwischbar :-O also wasserlöslich. Und das fiel Charly ebenso auf. Wenn er was wollte, dann setzte er sich an die Wand und leckte daran rum, bis die Stelle weiß war. Wie oft mußte ich diese Stellen nachstreichen...in der neuen Wohnung haben wir nun ordentliche Farbe ausgewählt...nun gibt es aber keine Katze mehr die sich daran zu schaffen macht :'-( Ich habe ihn geliebt so wie er war, mit all seinen Macken, auch wenn ich ihn manchmal verflucht habe. Er war mein Kuschelkater der Stundenlang auf mir rumlag und mit seinen Krallen auf mir rumknetete. Er liebte es mich mit seiner nassen Nase im Gesicht anzustupsen und mich mit beiden Vorderbeinen zu umarmen. Charly du wirst immer in unserem Herzen sein!!! Wir lieben dich unser Kuschelbär!

Dein unsagbar trauriges Herrchen & Frauchen





Lend Me A Kitten

I will lend to you for a while a kitten, God said. For you to love while he lives, ...And mourn when he is dead.

Maybe for twelve or fourteen years, Or maybe two or three. But will you, till I call him back, Take care for him for me?

He'll bring his charms to gladden you And should his stay be brief, You'll always have his memories As solace for your grief.

I cannot promise he will stay, Since all from earth return, But there are lessons taught below This kitten is to learn.

...I've looked the whole world over In search of teachers true, And from all the folk that crowds life's land I have chosen you.

Now will you give him all your love, not think the labor vain? Nor hate me when I come to take My kitten home again?

And my heart replied, "My Lord, that will be done." For all the joys this kitten brings, The risk of grief I'll run.

We'll shelter him with tenderness, We'll love him while we may, And for the happiness we've known, Forever grateful stay.

But should you call him back Much sooner than we planned, We'll brave the bitter grief that comes, And try to understand.

If by our love we've managed Your wishes to achieve, In memory of his sweet love, Please help us while we grieve.

When our cherished kitten departs this world of stress and strife, Please send yet another needing soul To love for all her life.